Bevor ein Welpe oder ein Kätzchen definitiv einzieht, lohnt sich ein Besuch schon einige Zeit vor der eigentlichen Abholung. So können sich Tier und Familie in Ruhe ein erstes Bild voneinander machen, bevor der grosse Umzug ansteht. Ein solcher Besuch nimmt dem eigentlichen Abholtag zudem etwas von seiner Grösse, weil sich die Gesichter dann schon nicht mehr ganz fremd anfühlen.
Was man beim Besuch beobachten kann
Nehmt euch beim Besuch Zeit, das Tier in seiner gewohnten Umgebung zu beobachten, statt es gleich mit viel Aufmerksamkeit zu überhäufen. So lässt sich erkennen, wie es sich normalerweise verhält, wie neugierig es ist und wie es auf neue Menschen reagiert, wenn niemand besonders auf es einredet oder es hochnimmt.
Fragt die bisherige Bezugsperson nach kleinen Gewohnheiten, etwa was das Tier besonders gerne mag oder welche Geräusche ihm eher unangenehm sind. Solche Hinweise helfen der neuen Familie später, den Alltag von Anfang an passend einzurichten, anstatt vieles erst durch Ausprobieren herausfinden zu müssen.
Bringt beim Besuch ruhig ein Stück Stoff oder eine kleine Decke mit, die bei der zukünftigen Bezugsperson oder den Geschwistertieren einige Tage liegen kann, damit sie den vertrauten Geruch aufnimmt. Dieses Stück Stoff begleitet das Tier dann bei der eigentlichen Abholung und gibt ihm im neuen Zuhause etwas Vertrautes.
Für Kinder in der Familie ist ein solcher Vorabbesuch ebenfalls schön, weil die Vorfreude dadurch etwas geordneter verläuft und nicht alles auf einen einzigen, aufregenden Tag konzentriert ist. Sie können sich das Tier schon einmal in Ruhe ansehen und sich langsam auf die neue Situation einstellen.
Notiert euch am besten schon vor dem Besuch ein paar Fragen, die euch wichtig sind, damit in der Aufregung vor Ort nichts vergessen geht. Ein kurzer Notizzettel auf dem Telefon reicht völlig aus und hilft, das Gespräch strukturiert zu führen, sodass genug Zeit für die wirklich wichtigen Themen bleibt.
Wenn der eigentliche Abholtag dann kommt, wirkt vieles bereits vertrauter, sowohl für das Tier als auch für die ganze Familie. Der Übergang gelingt dadurch spürbar ruhiger, und der erste gemeinsame Tag im neuen Zuhause beginnt mit einem kleinen Vorsprung an gegenseitigem Vertrauen.